In der Werkrealschule haben alle Schüler unserer Schule die Möglichkeit, in einem sechsjährigen Bildungsgang die Mittlere Reife abzulegen.

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Zu unübersichtlich? Hilfe bei der Schulwegeplanung: Bildungsnavi Baden-Württemberg

Informationen für Eltern der Werkrealschule Klasse 9

Die Werkrealschule (WRS) hat einen besonderen pädagogischen Ansatz. Sie führt wie die Realschule zu einer Mittleren Reife und vermittelt durch eine sehr spezielle Berufsvorbereitungskonzeption gerade die Fähigkeiten, Fähigkeiten und das Wissen, die für eine Ausbildung im dualen System erforderlich sind. Hier einige Informationen, welche Entscheidungen in Klasse 9 getroffen werden sollten.

Das Profil der Werkrealschule

Die Werkrealschule vermittelt eine grundlegende und eine erweiterte allgemeine Bildung, die sich an lebensnahen Sachverhalten und Aufgabenstellungen orientiert.

Sie fördert in besonderem Maße praktische Begabungen, Neigungen und Leistungen und stärkt die Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie ermöglicht den Schülern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen eine individuelle Schwerpunktbildung insbesondere bei der beruflichen Orientierung. In enger Abstimmung mit beruflichen Schulen schafft sie die Grundlage für eine Berufsausbildung und für weiterführende, insbesondere berufsbezogene schulische Bildungsgänge.

Die Bildungsziele

Die Werkrealschule ist eine weiterführende Schule, die im Anschluss an die Grundschule in einem durchgehenden Bildungsgang bis Klasse 10 zur Mittleren Reife führt und dabei

  • einen qualifizierten Hauptschulabschluss in Klasse 9 oder 10 ermöglicht.
  • Sie bereitet den Übergang in das duale Ausbildungssystem vor,
  • schafft Grundlagen für eine gelingende Berufsausbildung und
  • bereitet auf weiterführende berufliche Bildungsgänge (Berufskolleg, berufliche Gymnasien usw.) vor,

Das Konzept der Werkrealschule

Das Lernen in der Werkrealschule ist auf die Bildungsbedürfnisse und auf den Bildungsanspruch von Schülerinnen und Schülern mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zugeschnitten. Deshalb stellt sich die Werkrealschule auf die Förderung unterschiedlicher Begabungen, Neigungen, Interessen, Kultur- und Sozialerfahrungen ein, nimmt die vielfältigen Lernvoraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler auf, fördert ihre Motivation und ihre Leistungsbereitschaft und führt sie zu gesicherten Lernergebnissen. Die Werkrealschule ist eine weiterführende Schule, die im Anschluss an die Grundschule in einem durchgehenden Bildungsgang bis Klasse 10 zur Mittleren Reife führt und dabei einen Hauptschulabschluss in Klasse 9 oder 10 ermöglicht. Sie bereitet den Übergang in das duale Ausbildungssystem vor, schafft Grundlagen für eine gelingende Berufsausbildung und weiterführende berufliche Bildungsgänge.

Die Werkrealschule zeichnet sich durch individuelle Förderangebote, intensivierte Berufswegeplanung und eine erste berufliche Grundbildung aus.

Die Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik in den Klassen 5 und 6 durch mehr Unterrichtsangebote sowie gezielte Fördermaßnahmen auf der Grundlage von Lernstandserhebungen ist ein wesentliches Element des pädagogischen Konzepts der Werkrealschule.

In Klasse 7 findet eine umfassende Kompetenzanalyse statt. Dieses Profil Assessment-Center (AC) hat zum Ziel, eine objektivierte Bewertung der individuellen, überfachlichen und ausbildungsbezogenen Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. Die Leistungen werden in einem individuellen Stärken- und Schwächenprofil („Kompetenzprofil“) dargestellt. Dieses Kompetenzprofil ist ein wichtiges Element der individuellen Förder- und Berufswegeplanung. Es zeigt Fähigkeiten und Talente der Schülerinnen und Schüler auf und wird durch die Erstellung und Umsetzung eines Förderplans ergänzt.

Individuelle Förderung erfordert kontinuierliche Rückmeldungen an die Eltern zur Lern- und Leistungsentwicklung ihres Kindes. Elternberatung findet in allen Entscheidungsfeldern statt, in Bezug auf die Wahl einer anderen schulischen Laufbahn, auf dem Weg zur Mittleren Reife oder im Hinblick auf die Aufnahme einer Berufsausbildung.

Ein weiteres profilbildendes Merkmal der Werkrealschule ist eine intensive Berufswegeplanung ab Klasse 5 mit kontinuierlichen Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben. Kennzeichnend sind zeitlich flexible Praktikumsphasen für alle Schülerinnen und Schüler. Mit der Einführung der Werkrealschule finden Inhalte aus der Berufswelt bereits ab der Eingangsklasse verstärkt Berücksichtigung.

Die Werkrealschule vernetzt in ihrem Bildungsgang allgemeine und berufliche Bildung. Sie ermöglicht den Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen eine Schwerpunktbildung bei der beruflichen Orientierung. Profilbildende Elemente sind die Wahlpflichtfächer in Klasse 8 und 9. An Schülerinteressen orientiert, wollen sie auf verschiedene Berufsfelder neugierig machen und über eine Auswahl von Ausbildungsberufen informieren. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus den drei Wahlpflichtfächern ‚Natur und Technik‘, Wirtschaft und Informationstechnik‘ und ‚Gesundheit und Soziales‘ eines aus. Sie werden bei der Wahl durch die Ergebnisse der Kompetenzanalyse in Klasse 7 unterstützt, das Hinweise zu Begabungsschwerpunkten liefert.

Zusammenfassende Profilbeschreibung der Werkrealschule

  • Die Werkrealschule führt zu einem mittleren Bildungsabschluss.
  • Werkrealschulen können eine zehnte Klasse führen, sofern sie mindestens 16 Schülerinnen und Schüler umfasst.
  • Für den Übergang aus der neunten in die zehnte Klasse gibt es keine Notengrenze.
  • In Klasse 10 kann der Hauptschul- oder der Werkrealabschluss erworben werden. Damit gibt es einen Hauptschulabschluss der zwei Geschwindigkeiten am Ende der neunten oder der zehnten Klasse.

Die aktuellen Prüfungstermine findet man hier.