Globales Lernen im Fokus

Nachhaltigkeit, Klimaschutz, weltweite Krisen, Migration, fairer Handel, globale Verantwortung: Alles Schlagworte, die uns nahezu täglich begegnen und die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, gerade mit Blick auf die Zukunft ihrer Generation, zunehmend bestimmen.

Häufig mündet die Auseinandersetzung mit derart komplexen und kontroversen Themen statt in eine sachorientierte Debatte in eine Kaskade von lautstarken Empörungswellen in den sozialen Medien.

Um Kindern und Jugendlichen das Rüstzeug mitzugeben, sich zum Einen im unübersichtlichen medialen Informationsdschungel zurecht finden zu können und sich zum Anderen mehrperspektivisches Hintergrundwissen aneignen zu können, um sich so eine qualifizierte Meinung zu bilden, ist der politische Unterricht an den Schulen mehr denn je gefordert. Grundschüler:innen hat er dabei an der Auwiesenschule genauso im Blick, wie die Schüler:innen der Klassen 5 bis 10.

So hat die Demokratiebildung als schulisches Kompetenzfeld in den letzten Jahren eine wachsende Bedeutung erlangt. Sie stellt einen wichtigen Baustein dar, wenn Schule eines ihrer zentralen Erziehungsziele verfolgt, nämlich den Schüler:innen die Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben mitzugeben, sie zu differenziertem Denken und kritischem Hinterfragen zu befähigen, um so eine Haltung entwickeln und – im besten Fall – demokratiefeindlichen Tendenzen entgegentreten zu können.

Im Rahmen einer schulinternen Fortbildung gab Friedens- und Konfliktforscherin Verena Brenner Anfang Juli interessierten Lehrkräften unserer Schule Einblicke in geeignete Methoden und Materialien aus dem Themenfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dazu wurden interaktive Übungen aus dem Globalen und Transkulturellen Lernen kurz ausprobiert und ein angeregter kollegialer Austausch über konkrete Einsatzmöglichkeiten im Unterricht oder auch Projekttagen der Schule schloss sich an. Die Materialien, die die Trainierin für Globales Lernen und Friedenspädagogik mitgebracht hatte, stellte das EPIZ in Reutlingen zur Verfügung.

Die Inhalte der knapp zweistündigen Veranstaltung am Freitagnachmittag wurde von allen teilnehmenden Lehrkräften als Gewinn bringend und im Unterricht gut umsetzbar wahrgenommen.

Unser Dank geht an Frau Brenner für ihren engagierten Einsatz.

C. Kittel